Die „Baustelle“ Dresden- Wiederaufbau und Erhalt

27. November 2017

Aktuelles zum Kulturpalast….


21. August 2013

DIE ERÖFFNUNG DER WALDSCHLÖSSCHENBRÜCKE

Schon vor über 100 Jahren machten sich die Dresdner erste Gedanken über den Bau einer neuen Elbüberquerung zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder. Doch in die Tat umgesetzt wurde der Plan nicht. Zumindest nicht bis vor einigen Jahren, denn der Bürgerentscheid von 2005 brachte der Stadt dieses neue Bauprojekt. Zwei Jahre später erfolgte der Spatenstich und nun im August ist es soweit, nach sechs Jahren wird die Waldschlösschenbrücke eröffnet. Dadurch besitzt Dresden nun eine neue Nord-Südostverbindung, die die anderen Brücken entlasten soll.

Doch so glimpflich und unscheinbar lief der Bau in den letzten Jahren nicht ab. So gab es zwischendurch mehrere Monate Baustopp, da der Lebensraum der Hufeisennasenfledermaus durch die Brücke gefährdet schien. Ein Kompromiss dafür konnte gefunden werden. Jedoch nicht in einem anderen Streitpunkt, denn durch den Brückenbau wurde dem Dresdner Elbtal 2009 nach nur fünf Jahren der Welterbetitel der UNESCO aberkannt. Eine Entscheidung, die die Gemüter der Bürger zumindest zeitweise erhitzte.

Kommen Sie doch einfach mal (wieder) nach Dresden und schauen sich die über 600m lange Brücke vor Ort an! Und vielleicht kommen Sie auch bei uns, DresdenWalks, am Schlossplatz vorbei. Wir würden uns freuen, Sie zum Stadtrundgang begrüßen zu können und Ihnen weitere Neuigkeiten zu erzählen!


15. Mai 2012

Der Neumarkt wächst – Quartier VIII eröffnet

Bei all unseren Stadtrundgängen durch die Altstadt erzählen wir unseren Gästen vom Wiederaufbau der Häuser auf dem Neumarkt. Es ist das Gebiet, welches sich in den letzten Jahren am stärksten mit verändert hat und nun Dresden seinen früheren Charme wiedergibt.

Vor 1945 waren der Neumarkt und das Areal drum rum ein lebendiges Zentrum mit zahlreichen Bürger- und Adelshäusern gewesen, doch nach den Bombenangriffen blieb der Bereich größtenteils unbebaut. Doch seit dem Wiederaufbau der Frauenkirche werden nun auch diese Lücken geschlossen und die einst typischen Gassen entstehen wieder.

Im April war es wieder soweit. Ein neues Quartier wurde eröffnet. Das 5.700m² große Quartier VIII zwischen Johanneum und Schlossstraße wurde in den letzten zwei Jahren von der Baywobau GmbH unter der Leitung von Bernd Dietze wieder aufgebaut.

Vier Leitbauten mit historischen Grundrissen zählt das Quartier. Dazu gehören die Schlossstraße Nr. 34 sowie die Schössergasse Nr. 16, 18 und 27. Die meisten anderen Fassaden wurden ebenso historisch rekonstruiert, nur wurde bei diesen der Grundriss verändert.

In der Schlossstraße, die direkt neben dem Residenzschloss entlang führt, wurden bis auf ein Eckhaus alle Fassaden historisch wieder aufgebaut.  Zu den markantesten Häusern in dieser Straße zählt sicherlich das Haus Nr. 34 (Hoffmannseggsche Haus) mit dem überlebensgroßen Standbild von Daniel Pöppelmann, dem Hofarchitekten Augusts des Starken, der dieses Haus einst bewohnte. Die noch erhalten gebliebenen Gewölbe aus dem 15. Jh. wurden in den Wiederaufbau des Hauses mit einbezogen und bilden jetzt den Wellnessbereich des kürzlich dort eröffneten Swissotels mit 235 Zimmer und Suiten.

Parallel dahinter verläuft die Schössergasse (ein Schösser war früher übrigens ein Steuereinnehmer gewesen). Die meisten Häuser in dieser Straße beherbergen im EG Geschäfte, aber darüber hinaus wird es auch ein Aparthotel geben mit 29 Apartments, die für einen oder mehrere Tage gebucht werden können, was sicherlich für Besucher auf Grund der zentralen Lage sehr attraktiv ist.

Nur wenige Meter entfernt, Haus Nr. 18, direkt neben dem Stallhof gelegen, wird ab Mitte dieses Jahres die Wohnresidenz ‚Löwenhof‘ mit 19 Eigentumswohnungen Einzug halten.

Und zu guter Letzt lohnt sich der Bummel durch das kleine Kanzleigässchen, denn dort befindet sich an der Fassade Dresdens berühmteste Tänzerin Gret Palucca. Falls sie diese auf den ersten Blick nicht gleich entdecken sollten, helfen wir Ihnen natürlich gern täglich ab 10.30 Uhr während unserer Rundgänge weiter.

(Anke Winkler)


02. November 2011

Das NEUE Militärhistorische Museum Dresden – Nachdenken über Krieg und Frieden

Neues Konzept mit neuer Architektur

Der auf Gedenkarchitektur spezialisierte jüdisch-amerikanische Architekt Daniel Libeskind (u.a. Jüdisches Museum in Berlin) hat in einem Auftrag vom Verteidigungsministerium das alte Arsenalgebäude zu einem Museum für Deutsche Bundeswehrgeschichte umgebaut.

Eine neue eindrucksvolle und weithin sichtbare Gestaltungsintervention ist nun seit der Eröffnung am 14. Oktober 2011 der seitlich herausragende Beton-Stahlkeil. Dieser erstreckt sich über alle Geschosse und greift ein Stück der historischen Innensubstanz an. Der eindrucksvolle Stahlkeil, der das repräsentative Wehrgebäude von 1875 mit neuen Sichten öffnet, verdeutlicht auf starke emotionale Weise, was mit dieser Stadt und mit unserem Land geschah (Deutsche Teilung) bzw. regt zum Nachdenken an, wie vom nationalsozialistischen Deutschland die Katastrophe ausging. Erklimmt man die zur Erhöhung inszenierte gründerzeitliche Treppe zum Museum, wird man mit einem sichtbaren Bruch konfrontiert.
Der Keil gibt den Weg frei auf das historische Zentrum Dresdens. Er erhebt sich über die Dachlandschaft des Altbaus als von außen sichtbares Zeichen der Erneuerung und von innen erlebbare Öffnung zur Stadt.

Libeskinds gläsernes V soll Sinnbild sein für den Mut zum Aufbruch, den die Dresdner nach dem Zweiten Weltkrieg hatten. In Form eines V wurde auch der Bombenangriff am 13. Februar 1945 auf Dresden geflogen. Die erste Markierungsbombe zerstörte das Stadion im Ostragehege, auf welches die Keilspitze mit einem Winkel von 40,1° zeigt.

Geöffnet hat es Donnerstag bis Dienstag von 10 bis 18 Uhr und montags von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch geschlossen. 

(Katharina Michael)


16.Juli 2010

DRESDNER ALBERTINUM WIEDER GEÖFFNET

Nach fast sechsjähriger Bauzeit ist das Albertinum in Dresden wieder geöffnet. Das Haus, das die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung beherbergt, musste nach der Hochwasserkatastrophe 2002 wiederhergerichtet und umgebaut werden.

Dem Berliner Architekten Volker Staab ist es gelungen, das Trauma des Elbhochwassers aus dem Jahre 2002, das in die Depots des Albertinums schwappte, in eine architektonische Lösung zu transformieren.Er hat den früheren Innenhof mit einer 76 Meter langen Stahlkonstruktion überspannt und darauf die großen Depots verlegt – also aus dem Keller in siebzehn Meter Höhe. Das ganze verwinkelte Haus hat durch diesen Eingriff eine Mitte und neue Klarheit gewonnen.

Neben den Baumaßnahmen wurde das inhaltliche Konzept verändert. Mit dem Auszug des Grünen Gewölbes und des Münzkabinetts ins Residenzschloss ist das Albertinum nun der Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart vorbehalten. Die neuen Ausstellungssäle teilen sich die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung mit Malerei von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter sowie Skulptur vom Barock bis ins 21ste Jahrhundert.

Allgemeine Informationen zu den Kunstsammlungen finden Sie hier