April, 2010

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Dresden für das Literatenherz

Monday, April 12th, 2010

Dass Dresden eine facettenreiche und anspruchsvolle Kulturstadt ist, beweisen seit einiger Zeit drei literaturverbundene Veranstaltungen, die in regelmäßigem Turnus stattfinden.

Poetengeflüster:

Dresdens offene Kleinkunstbühne bei der mutige Künstler um die Gunst des Publikums ringen müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Lyrik, Prosa, Kabarett, oder Musik handelt. Allen Menschen wird hier die Möglichkeit gegeben, den großen Schritt auf eine kleine Bühne zu wagen. Jeder bekommt 10 Minuten Zeit und darf diese voll ausnutzen.

Einzige Bedingung ist, dass das Vorgetragene aus der eigenen Feder stammt und definitiv mit dem Wort an sich zu tun hat. Da man vorher nie weiß, welcher Künstler auf die Bühne tritt, wird vom Gast eine gewisse Risikobereitschaft erwartet. Aber genau das, macht den Reiz von „Poetengeflüster“ aus. Das „Poetengeflüster“ findet jeden ersten Mittwoch im Monat im Lingner Schloss statt.
www.poetengefluester.de

LIMIT-JAZZ-SLAM:

Der LIMIT-JAZZ-SLAM ist ein kleiner – jeden zweiten Freitag im Monat stattfindender – neuer Dresdner Poetryslam, abgehalten in den Kasematten der Festungsmauer unterhalb der Kunstakademie. Um zum Gewölbe zu gelangen muss das Publikum erst einmal durch das im 16.Jahrhundert gebaute und einzig erhaltene Stadttor. Die Gewölbe in der Brühlschen Terrasse sind mit ihrer mystisch-geheimnisvoll-geschichtsträchtigen Geschichte wie geschaffen für einen solchen Abend.

Neu ist die Symbiose aus Jazz und Wortlimit. Bis 555 Worte dürfen die Interpreten benutzen um ihre Kunst zu präsentieren. Eine Band improvisiert während des Vortrages nach Vorgaben der Poeten freie Stücke und schafft damit einen neuen Teppich für die Stücke. Es treten immer nur drei Profis aus der Ferne gegen sechs heimische Poeten an. Zu gewinnen gibt es den “gläsernen Wasil”.
www.myspace.com/limitjazzslam

Lettermen:

Jeder kennt sie, alle lieben sie, doch nur die Wenigsten haben sie jemals so erlebt. DIE LETTERMEN – DRESDENS einzige literarische BOYGROUP im Thalia-Kino. Mit dieser neuen Lesebühne werden Thomas Jurisch, Moritz7, Stefan Seyfarth und Konstantin Turra beweisen, dass Literatur mehr als nur billige Reich-Ranitzkis-Hypes sein kann. Jeden letzten Donnerstag im Monat kann man 2 Stunden Programm zwischen Genie und Wahnsinn erleben.
www.myspace.com/lettermen4u

(Th. Jurisch)