December, 2012

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Dresdner Weihnachtsmärkte und das 19. Stollenfest

Saturday, December 15th, 2012

Stollenfest2012-2 in [lang_de]Dresdner Weihnachtsmärkte und das 19. Stollenfest[/lang_de][lang_en]Christmas markets in Dresden and the Stollen Parade[/lang_en]Dresden ist zur Zeit wieder eine große Weihnachtsstadt. So finden fast auf jedem freien Platz in der Innenstadt Märkte statt, ob nun auf der Prager Straße, auf dem Neumarkt, am Schloss oder in der Neustadt.

Doch der bekannteste ist natürlich der Striezelmarkt, der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, der in diesem Jahr zum 578. Mal stattfindet.

Den alljährlichen Höhepunkt für Besucher und Dresdner in der Adventszeit bildet das Stollenfest mit der Parade, bei der der weltgrößte Stollen in einer Prozession durch die Altstadt getragen wird, um dann auf dem Altmarkt mit dem Riesenstollenmesser angeschnitten und für einen guten Zweck verkauft zu werden.

Am 8. Dezember war es nun wieder soweit. Der 2012er Stollen wog ca. 3t, war 35,m lang und bestand aus 390 Stollenplatten, die von über 50 Dresdner Bäckern gefertigt wurden. Unglaubliche 170 Mio Sultaninen, 276 kg Zucker und 460 kg Butter wurden verwendet.

Warum wir in Dresden die Tradition des Riesenstollens haben und was August der Starke damit zu tun hat, das erfahren Sie u.a. bis zum 24. Dezember täglich ab 11 Uhr bei unseren Advents-Stadtrundgängen durch die Altstadt. Mitgehen lohnt sich, denn am Ende der Führung erwartet jeden Gast eine kleine Überraschung.

Winkler

”Dresden, deine Kinder” – Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden (Landhaus)

Saturday, December 15th, 2012

Landhaus in [lang_de]Dresden, deine Kinder - Sonderausstellung im Stadtmuseum Dresden (Landhaus)[/lang_de][lang_en]Dresden, your children - Special exhibition at Dresden City Museum (Landhaus)[/lang_en]Bis Anfang März 2013 zeigt das Dresdner Stadtmuseum mit “Dresden, deine Kinder” eine Sonderausstellung bei der die Jüngsten der Stadt im Mittelpunkt stehen.

Die Dokumentation beginnt im 19. Jahrhundert. Erfahren Sie anhand von Informationstafeln, Fotos und Spielzeug mehr über die ‘Entdeckung’ der Kindheit zur Zeit der Romantik hier in Dresden, aber auch über die damals noch weit verbreitete Kinderarbeit. Es war eine Epoche in der die ersten Lebensjahre stark vom sozialen Stand der Eltern geprägt waren. So entschied sich mit der Geburt, ob Tochter oder Sohn wohlhabenderer Eltern von einer Amme großgezogen wurden oder ob sich andererseits die Kleinen aus ärmeren Familien ihre Betten mit den Geschwistern teilen mussten.

Der zweite Teil der Ausstellung setzt im 20. Jahrhundert an und führt bis in die Moderne. Die Kindheit verbrachte man damals zumeist in einer Kindergrippe oder Kindergarten. Zu DDR Zeiten waren diese Jahre stark von ideologischen Erziehung des Staates geprägt, in der es um die Betonung des Kollektivs anstatt der Förderung des Individuums ging. Und an das Tragen von Halstüchern als Junge Pioniere während der Schulzeit können sich sicherlich die meisten von uns hier noch erinnern.

Abgesehen davon konnten Kinder im 20. Jahrhundert immer mehr ihre Kindheit ausleben zum einen durch ein größeres Spielzeugangebot oder durch Spielen auf speziell errichteten Spielplätzen.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 € p.P. und beinhaltet nicht nur die Sonder- sondern auch die Dauerausstellung über die Geschichte der Stadt Dresden.

Tipp: Freitags ab 12 Uhr ist der Eintritt kostenfrei! (gilt nicht an Feiertagen)

A. Winkler

Neue Dauerausstellung des Völkerkundemuseums Dresden

Thursday, December 6th, 2012

Neustadt-jap-palais in [lang_de]Neue Dauerausstellung des Völkerkundemuseums Dresden [/lang_de][lang_en]New permanent exhibition at the Ethnographical Museum Dresden[/lang_en]

“Das Damaskuszimmer und Wohntextilien aus dem Orient”

Seit Oktober diesen Jahres zeigt das Museum für Völkerkunde in einer neuen Dauerausstellung im Japanischen Palais das berühmte Damaskuszimmer sowie Wohntextilien aus dem Orient.

Vorgestellt werden in dem ersten von zwei Räumen verschiedene farbenprächtige Textilien aus Persien, dem Osmanischen Reich und Mittelasiens.
Dazu zählen Susani Arbeiten (Stickereien), die hauptsächlich als große Paradetücher oder Wandbehänge genutzt wurden.
In der Mitte des Raumes sind Knüpfteppiche aus Ostanatolien ausgestellt, welche meist als Grabbeigaben oder der Zeltausstattung dienten.
Darüber hinaus kann man Paillettenstickereien aus Persien und Wollstickereien aus dem Iran bewundern. Letztere dienten hauptsächlich als Bett-, Sitz- oder Tischdecken.
Trotz der verschiedenen Herstellungstechniken wurden all diese Meisterwerke der Handarbeit zur Dekoration und Ausstattung orientalischer Häuser genutzt, da diese nicht wie europäische Häuser durch Möbel, sondern durch Textilien geprägt waren.

Das Highlight der Ausstellung ist das sich anschließende Damaskuszimmer.
Dies wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Kunstsammler Karl Ernst Osthaus privat erworben und kam nach seinem Tod als Schenkung 1930 in den Bestand des Dresdner Völkerkundemuseums. Ausgestellt wurde es allerdings nicht, sondern kam ins Depot der Sammlung. Erst 1997 begann die Restaurierung der 110 Einzelteile des Zimmers, welches nun erstmalig im Japanischen Palais gezeigt werden kann.
Die Wand- und Deckenvertäfelung stammt aus einem unbekannten Haus in Damaskus, wurde 1810 gefertigt und ist neben zahlreichen farbigen Ornamenten mit Gedichtversen in vergoldeter arabischer Schrift verziert.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr geöffnet.

Anke Winkler

Schätze des Kremls im Dresdner Residenzschloss – Zwischen Orient und Okzident

Tuesday, December 4th, 2012

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben am 01.12.2012 eine Ausstellung mit Schätzen des Kremls eröffnet. Mehr als 140 Meisterwerke aus Moskau werden in den Paraderäumen des Dresdner Residenzschlosses gezeigt. Erstmals rückt die Bedeutung des Kreml als Kreuzpunkt westlicher und östlicher Kulturen ins Blickfeld.

Die Ausstellung umfasst die Zeitspanne zwischen 1547, als Iwan der Schreckliche (1530-1584) sich zum Zaren erhoben hatte, und 1712, als Peter der Große (1672-1725) Sankt Petersburg zur neuen Hauptstadt des russischen Zarenreichs erkor.

Gezeigt werden europäische Goldschmiedearbeiten, türkische und persische Prunkwaffen sowie kunstvoll verzierte Gewänder. Von der Macht des russischen Hofes zeugen Geschenke, die ausländische Gesandte aus West und Ost einst den Zaren übergaben. Die Schau “Zwischen Orient und Okzident – Schätze des Kreml von Iwan dem Schrecklichen bis Peter dem Großen” endet am 4. März 2013.

Die Sonderausstellung kann mit dem beliebten Schlossticket besucht werden. Noch mal zur Erinnerung: Das Schlossticket kostet 10,00 €, gilt 24 Stunden, beinhaltet einen Audioguide in Deutsch und Englisch und man kann alle Ausstellungen des Schlosses sehen außer das Historischen Grüne Gewölbe.

Katharina Michael