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UNDER ATTACK – London/Coventry/Dresden

Wednesday, January 4th, 2012

Verkehrsmuseum-dresden in Seit 11. November 2011 kann man im Verkehrsmuseum Dresden eine Sonderausstellung zum Thema Nahverkehr und Bombenkrieg besuchen. Diese Ausstellung ist ein Kooperations-projekt zwischen den Verkehrsmuseen London, Coventry und Dresden.
Es wird die Geschichte des Bombenkrieges aus der Sicht des öffentlichen Nahverkehrs in den drei schicksalhaft miteinander verbundenen Städten erzählt. Anhand bewegender Zeitdokumente und persönlicher Erlebnisberichte wird die Rolle des Nahverkehrs bei der Kriegsvorbereitung, während der verheerenden Luftangriffe sowie in der schweren Nachkriegszeit beim Wiederaufbau vorgestellt.
Die Ausstellung zeigt Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede zwischen London, Coventry und Dresden. Sie führt vor Augen, wie die Verkehrsunternehmen und ihre Beschäftigten den Transport in dieser furchtbaren Zeit am Leben hielten und damit die öffentliche Moral stärkten.
Heute sind die physischen Auswirkungen der Flächenbombardements überwiegend verschwunden. Aber das Gedenken an die Luftangriffe bleibt in der Öffentlichkeit bestehen und formt die Identität der betroffenen Städte.
Im September 2010 wurde die Ausstellung im London Transport Museum aus Anlass des 70. Jahrestages des „Blitz“ (Beginn der Luftangriffe auf England) und des 65. Jahrestages der Zerstörung Dresdens eröffnet und bis März 2011 mit großer Publikumsresonanz gezeigt.
Die Ausstellung kann noch bis zum 15. April 2012 besucht werden. Weiterhin gibt es interessante Vorträge, Diskussionen und Führungen im Rahmenprogramm der Ausstellung, s.u. http://www.verkehrsmuseum-dresden.de/index.php?page=139.
Katharina

Das neue Militärhistorische Museum Dresden – Nachdenken über Krieg und Frieden

Wednesday, November 2nd, 2011

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Der auf Gedenkarchitektur spezialisierte jüdisch-amerikanische Architekt Daniel Libeskind (u.a. Jüdisches Museum in Berlin) hat in einem Auftrag vom Verteidigungsministerium das alte Arsenalgebäude zu einem Museum für Deutsche Bundeswehrgeschichte umgebaut.

Eine neue eindrucksvolle und weithin sichtbare Gestaltungsintervention ist nun seit der Eröffnung am 14. Oktober 2011 der seitlich herausragende Beton-Stahlkeil. Dieser erstreckt sich über alle Geschosse und greift ein Stück der historischen Innensubstanz an. Der eindrucksvolle Stahlkeil, der das repräsentative Wehrgebäude von 1875 mit neuen Sichten öffnet, verdeutlicht auf starke emotionale Weise, was mit dieser Stadt und mit unserem Land geschah (Deutsche Teilung) bzw. regt zum Nachdenken an, wie vom nationalsozialistischen Deutschland die Katastrophe ausging. Erklimmt man die zur Erhöhung inszenierte gründerzeitliche Treppe zum Museum, wird man mit einem sichtbaren Bruch konfrontiert.
Der Keil gibt den Weg frei auf das historische Zentrum Dresdens. Er erhebt sich über die Dachlandschaft des Altbaus als von außen sichtbares Zeichen der Erneuerung und von innen erlebbare Öffnung zur Stadt.

Libeskinds gläsernes V soll Sinnbild sein für den Mut zum Aufbruch, den die Dresdner nach dem Zweiten Weltkrieg hatten. In Form eines V wurde auch der Bombenangriff am 13. Februar 1945 auf Dresden geflogen. Die erste Markierungsbombe zerstörte das Stadion im Ostragehege, auf welches die Keilspitze mit einem Winkel von 40,1° zeigt.

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr bietet unterschiedliche Perspektiven auf deutsche Militärgeschichte. Das Leitmotiv, das alle Ausstellungsbereiche und auch die bauliche Konzeption durchdringt, ist die Frage nach den Ursachen und dem Wesen von Gewalt. Hier
wird der Mensch thematisiert mit all seinen Ängsten, Hoffnungen, Leidenschaften, Erinnerungen, Trieben, mit seinem Mut, seiner Vernunft und Aggressionsbereitschaft. Krieg ist nur verständlich, wenn seine Darstellung die Natur des Menschen zur Grundlage nimmt.

In der riesigen Ausstellung stehen auf 13.000 Quadratmetern nicht die Technik und der Krieg im Mittelpunkt, sondern der Mensch als Täter
und Opfer. Insgesamt zeigt das Museum rund 10.500 Exponate.

Geöffnet hat es Donnerstag bis Dienstag von 10 bis 18 Uhr und montags von 10 bis 21 Uhr, Mittwoch geschlossen. KM

Sonderausstellungen der Neuen und Alten Meister

Thursday, October 6th, 2011

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Zwei Sonderausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen ziehen zur Zeit Dresdner und Besucher an.

Anfang diesen Monats wurde im Lipsiusbau der Kunstakademie auf der Brühlschen Terrasse die Sonderausstellung ‚Neue Sachlichkeit in Dresden‘ eröffnet. 200 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von etwa 80 Künstlern, u.a. Otto Dix, Curt Querner und Max Grundig, sind dort ausgestellt. Die meisten der gezeigten Werke stammen aus eigenem Bestand oder sind Leihgaben aus anderen Museen oder Privatsammlungen.

Dresden war in den 1920ern ein wichtiges Zentrum der Neuen Sachlichkeit. Die Abwendung vom Expressionismus und Hinwendung zum Realismus vermischt mit Ironie, Präzision und Sozialkritik prägten diese Epoche der Weimarer Republik.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 08.01.2012 zu sehen, von Dienstag bis Sonntag, 8-18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 6 EUR.

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Ein zweites Highlight befindet sich ebenfalls noch bis Anfang Januar in der Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger.

Dort sind in der Ausstellung ‚Himmlischer Glanz‘ erstmals seit 500 Jahren Raffaels ‚Sixtinische Madonna‘ und ‚Foligno Madonna‘ gemeinsam zu sehen. Beide Gemälde entstanden 1512 und standen einst zusammen im Atelier des berühmten italienischen Malers bevor sie getrennte Wege gingen.

Anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. in Deutschland Ende September wurden beide Madonnen zusammengebracht, bevor die Leihgabe Anfang nächsten Jahres wieder zurück in die Pinakothek des Vatikans überführt wird. Die ‚Sixtinische Madonna‘ können Sie dann aber wie gewohnt weiterhin in unserer Gemäldegalerie bewundern.
Winkler

5 Jahre Wiedereröffnung Historisches Grünes Gewölbe

Friday, September 2nd, 2011

Am Wochenende des 17. und 18. Septembers feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit einem vielfältigen Programm das 5-jährige Jubiläum der Wiedereröffnung des Historischen Grünen Gewölbes. Anlässlich des Jubiläums haben das Historische Grüne Gewölbe, alle Museen und Sonderausstellungen im Residenzschloss auch an den Dienstagen des 13., 20. und 27. Septembers sowie des 4. Oktobers geöffnet.
Mit jeweils 5 Euro Eintritt für das Schlossticket und für das Historische Grüne Gewölbe, kann man an diesem Tag alle Veranstaltungen und aktuelle Ausstellungen bis 22.00 Uhr erleben. Es erwartet Sie ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene: Jazz, Kreativwerkstatt, Vorträge, Tombola und kostenfreie Führungen durch die Museen.
Am Sonntag, den 18.September 2011, lädt das Dresdner Schloss ab 11:00 Uhr herzlich zu einem Konzert im Kleinen Schlosshof, zu Lesung, Kreativwerkstatt und Führung für Kinder ein.
Das Grüne Gewölbe im Residenzschloss zu Dresden ist das älteste Schatzkammermuseum Europas und eine der umfangreichsten und prächtigsten Sammlungen von Schatzkunst aus der Zeit der Renaissance und des Barock. Gründer dieses einzigartigen Museums war der bekannte sächsische Kurfürst August der Starke. Als einer der wenigen europäischen Schatzkammern ist es dem Grünen Gewölbe gelungen, seinen Bestand beinahe authentisch zu erhalten.
Als Gesamtkunstwerk werden die Objekte ohne störendes Glas gezeigt, weshalb die Anzahl der Besucher begrenzt wird und das Betreten nur durch eine Schleuse möglich ist, die die Räume staubfrei halten soll. Der Rundgang führt über das Vorgewölbe und das Bernsteinzimmer zum Elfenbeinzimmer und dem Pretiosensaal mit seinen fast vollständig verspiegelten Wänden. Insgesamt werden 10 Räume durchschritten. Dabei ist auch das berühmte Kunstwerk “Mohr mit Smaragdstufe” zu sehen. Unter den zahlreichen Trinkgefäßen befinden sich auch der Mundbecher von Martin Luther und eine Trinkschale von Iwan dem Schrecklichen. (K. Michael)

„Via Regia“ 800 Jahre Bewegung und Begegnung

Friday, July 1st, 2011

3. Sächsische Landesausstellung
Bis Ende Oktober findet in Görlitz, ca. 100km von Dresden entfernt, die 3. Sächsische Landesausstellung statt. Ausstellungsort ist die Kaisertrutz, eine runde Kanonenbastei aus dem 15. Jahrhundert.
Thema ist die Via Regia (‚Königsstraße‘), die bereits vor 800 Jahren als bedeutende Handelsstraße existierte und vom Rhein bis nach Schlesien verlief. Heutzutage ist es eine europäische Kulturstraße, die sich von Spanien bis in die Ukraine zieht.
Die Ausstellung konzentriert sich auf das Leben, die Menschen und den Handel zwischen Frankfurt/M. und Krakau.
Görlitz als Ausstellungsort war eine wichtige Station an der Via Regia. Es ist die östlichste Stadt Deutschlands und beeindruckt im alten Stadtkern mit mittelalterlichen Marktplätzen, denkmalgerechte sanierten und reich verzierten Bürgerhäusern.
Die Ausstellung ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet (freitags bis 21 Uhr). Der Eintritt kostet 9 bzw. 7 €. Nähere Informationen erhalten Sie auch unter www.landesausstellung-viaregia.museum. (Anke)

Mikrofotografie – Schönheit jenseits des Sichtbaren

Monday, March 7th, 2011

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Die Ausstellung bietet einen erstmaligen Überblick zur Geschichte einer immer schon zwischen wissenschaftlicher Präzision und künstlerischer Phantasie oszillierenden Gattung der Fotografie. Zu den Exponaten gehören Aufnahmen von Künstlern der Moderne wie der zeitgenössischen Fotokunst, die sich von den Formenwelten des Mikrokosmos für ihre fotokünstlerische Bildproduktion haben inspirieren lassen. Zusätzlich werden auch Werke aus dem 19. Jahrhundert mit einbezogen, die im rein naturwissenschaftlichen Zusammenhang entstanden sind.

05.03.2011 bis 29.05.2011 in den Technische Sammlungen der Stadt Dresden, Junghansstr. 1-3

 

(K. Michael)

Zwei Räder – Vier Takte im Verkehrsmuseum Dresden

Monday, March 7th, 2011

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12. Februar bis 1. Mai 2011

Die AWO-Motorräder aus dem thüringischen Suhl sind bis heute Kult. Bis heute existiert eine rege Fangemeinde. Sie war die Initialzündung für die Sonderausstellung im Verkehrsmuseum. Gezeigt werden die Geschichte des Suhler Unternehmens und die ganze Typenpalette, von der Touren-AWO 425 und der Sport-AWO 425/S über Gespanne, Renn-, Gelände- und Stehermaschinen bis zu Sondereinsatzmaschinen. Die vielen eingesandten privaten AWO-Storys heizen der Schau zusätzlich Leben ein und erinnern an des Bikers Freud und Leid in den 50ern und 60ern.

(K. Michael)

Kraftwerk Religion – Über Gott und die Menschen

Wednesday, January 12th, 2011
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Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums bis 5. 6.2011 in Dresden.
Eingebettet in eine Landschaft aus Filz und Metall gewährt die Ausstellung KRAFTWERK RELIGION ihren Besuchern einen vielschichtigen und multimedialen Einblick in die Welt der Religionen. Mittels der drei Themenbereiche Religionen in der Gesellschaft, Gemeinschaften und Offenbarungen und letzte Fragen gibt die Ausstellung Einblicke in die Geschichte, aktuellen öffentlichen Debatten und private Glaubensbekenntnisse.
Die Ausstellung begreift Religion als Ernstfall und betrachtet sie aus dem Blickwinkel des Konflikts.
Rund 300 kulturhistorische Objekte, Kunstwerke und religiöse Objekte von internationalen Leihgebern illustrieren Historisches und Aktuelles, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen. Meinungen und Standpunkte zu aktuellen religiösen Fragen, zu denen Gläubige und Nichtgläubige befragt wurden, können an zahlreichen Monitoren in der Ausstellung ausgewählt werden. An verschiedenen Stationen kann sich der Besucher einen Einblick über gegensätzliche Standpunkte zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten verschaffen. Zusätzlich erläutern speziell für die Ausstellung gestaltete Computer-Animationen Fakten, Begriffe und Statistiken rund um das Thema Religion.

Dresdner Albertinum wieder geöffnet

Friday, July 16th, 2010

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Nach fast sechsjähriger Bauzeit ist das Albertinum in Dresden wieder geöffnet. Das Haus, das die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung beherbergt, musste nach der Hochwasserkatastrophe 2002 wiederhergerichtet und umgebaut werden.

Dem Berliner Architekten Volker Staab ist es gelungen, das Trauma des Elbhochwassers aus dem Jahre 2002, das in die Depots des Albertinums schwappte, in eine architektonische Lösung zu transformieren.Er hat den früheren Innenhof mit einer 76 Meter langen Stahlkonstruktion überspannt und darauf die großen Depots verlegt – also aus dem Keller in siebzehn Meter Höhe. Das ganze verwinkelte Haus hat durch diesen Eingriff eine Mitte und neue Klarheit gewonnen.

Neben den Baumaßnahmen wurde das inhaltliche Konzept verändert. Mit dem Auszug des Grünen Gewölbes und des Münzkabinetts ins Residenzschloss ist das Albertinum nun der Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart vorbehalten. Die neuen Ausstellungssäle teilen sich die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung mit Malerei von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter sowie Skulptur vom Barock bis ins 21ste Jahrhundert.

Das Albertinum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendlich unter 16 Jahren ist er kostenlos.
(K. Michael)

300 Jahre „Weißes Gold“

Thursday, June 17th, 2010

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Auf der ganzen Welt ist das Porzellan mit den gekreuzten Schwertern bekannt. Hergestellt wird es seit 300 Jahren in Meißen. Mit einer Doppelausstellung feiert Sachsen die Gründung der Meißener Porzellanmanufaktur vor 300 Jahren. Auf der Albrechtsburg in Meißen kann man die Schau „Der Stein der Weis(s)en“ auf rund 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche besuchen. Das historische Gebäude diente von 1710 bis 1863 mit bis zu 800 Mitarbeitern als Heimstätte der Manufaktur.

Außerdem öffnete im Japanischen Palais Dresden die Ausstellung „Triumph der Blauen Schwerter“. Sie vereint rund 800 kostbare Porzellane, darunter Vasen, Kaffeeservices, Schokoladenbecher und Tabakdosen. Die Exponate geben den Besuchern einen Überblick über die Zeit zwischen Barock- und Biedermeier. Neben Beständen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind auch Leihgaben aus dem In- und Ausland zu sehen.

Am 23. Januar 1710 hatte August der Starke in einem Dekret die Gründung der Porzellanmanufaktur verkündet. Lange Zeit musste das Porzellan teuer aus China importiert werden. Dem Alchemisten Johann Friedrich Böttger (1682-1719) gelang in Sachsen 1707/08 der Durchbruch zur Herstellung des weißen Porzellans.
(K. Michael)