Die Sächsische Schweiz

Einmalig unter den europäischen Mittelgebirgen erstreckt sich das Elbsandsteingebirge beiderseits der Elbe zwischen der tschechischen Stadt Děčín (Tetschen-Bodenbach) und dem sächsischen Pirna. Es ist etwa 700 km² groß und erreicht Höhen bis 723 Meter über dem Meeresspiegel.

Südöstlich von Dresden liegt der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges, der allgemein als Sächsische Schweiz bezeichnet wird. Der Name „Sächsische Schweiz“ wurden von 2 Schweizer Malern um 1800 geschaffen, die am sächsischen Hof gearbeitet haben. Sie erblickten das Gebirge und waren an eine Landschaft ihrer Heimat erinnert. Um das Sächsische Gebirge von der Schweizer Landschaft zu unterscheiden, nannten sie es im Briefwechsel Sächsische Schweiz.

Vor Millionen Jahren hat sich das Elbsandsteingebirge gebildet, als sich auf dem Grund eines Kreide-Ozeans Sand ablagerte, der dann zu Stein gepresst wurde. Das Wasser zog sich zurück und die gepresste Sandsteinplatte wurde durch Erosion verformt. Dadurch entstanden bizarre und auf der Welt einmalige Felsformationen. Die Vielfalt der Standorte mit eigenen Bedingungen in Bezug auf den Boden und das Mikroklima erzeugt eine enorme biologische Vielfalt. Nur die Menge verschiedener Farne und Moose kann man in keinem anderen deutschen Mittelgebirge finden.

Durch das hervorragend ausgebaute Wanderwegenetz mit über 1.200 km Länge, ist die Sächsische Schweiz ein Eldorado für Wanderer und Spaziergänger. Es geht zu atemberaubenden Aussichtspunkten und durch tiefe Schluchten. Mit 900 freistehenden Felsen findet man auch beste Kletterbedingungen vor.

Was schön und einmalig ist, muss geschützt werden. Darum wurde die Sächsische Schweiz zum Nationalpark erklärt, um sie in ein einheitliches, international übliches und vergleichbares Schutzgebiet umzuwandeln. Besonderen Schutz genießen die Kernzonen, in denen die Natur sich selbst überlassen wird und keine forstwirtschaftlichen Eingriffe vorgenommen werden.

Der Elbsandstein wird seit dem 14. Jahrhundert genutzt. Im 18. Jahrhundert erlangte der in der Region Pirna betriebene Sandsteinabbau eine große Bedeutung. Vor allem für die zahlreichen barocken Großbauten in Dresden waren die Steinbrecher tätig. Aber auch der Meißner Dom, das Brandenburger Tor in Berlin, das Rathaus von Antwerpen und das Kopenhagener Schloss Christiansborg sind aus Pirnaer Sandstein gebaut. Der Pirnaer Hartsandstein diente außerdem als Schleifmittel in der Holz- und Zellstoffindustrie. Heute sind im Elbsandsteingebirge und im Raum Pirna noch sieben Sandsteinbrüche mit etwa 280 Beschäftigten in Betrieb. Für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche wurden große Mengen von Sandstein vor allem aus dem Postaer, dem Cottaer und dem Reinhardtsdorfer Steinbruch verwendet.

Lust auf mehr und Sie würden die Sächsische Schweiz gern geführt erleben? Wir stehen Ihnen für Anfragen gern zur Verfügung. In den Profilen unserer Gästeführerinnen erfahren Sie ganz einfach, wer sich auf dieses Thema spezialisiert hat.


03. Juni 2015

Drei Premieren auf der Felsenbühne Rathen

In diesem Jahr feiern auf der Felsenbühen Rathen „Der Glöckner von Notre Dame“, „Winnetou I“ und „Schneeweißchen und Rosenrot“ Premiere. „Der Glöckner von Notre Dame“ mit Tom Pauls in der Hauptrolle ist ab 13. Juni zu sehen.

Die Felsenbühne Rathen ist eine Natürbühne in der Sächsischen Schweiz. Sie befindet sich im Kessel am oberen Ende des Wehlgrundes zwischen den Felsen Kleine Gans und Großer Wehlturm unterhalb von Bastei und Felsenburg Neurathen. Seit fast 80 Jahren zieht das schönste Naturtheater Europas Zuschauer aus aller Welt in seinen Bann.

Carl Maria von Weber muss diesen magischen Ort vor Augen gehabt haben, als er die romantische Oper  “Der Freischütz“  komponierte und seine Helden Max und Kaspar in der schaurigen  Wolfsschlucht Freikugeln gießen ließ. Der musikalische Streit beider Jägerburschen um die schöne Försterstochter  Agathe gehört  bereits seit 1956 zu den großen Traditionen der Felsenbühne.

Aber nicht nur die Opernfreunde kommen auf ihre Kosten. Auch alle Abenteuerfans, Phantasieliebhaber und Märchenfreunde sind herzlich willkommen. Der  Wilden Westen wird im Nationalpark Sächsische Schweiz plötzlich lebendig, wenn Indianer und feindliche Banditen auf ihren Pferden in die Arena preschen.

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen der Felsenbühne finden Sie hier.


29. April 2015

„Auf dem Stein des Königs“ – neue große Dauerausstellung auf der Festung Königstein

„In Lapide Regis – Auf dem Stein des Königs“ so heißt die neue große Dauerausstellung auf der Festung Königstein, die am 1. Mai 2015 ihre Pforten offiziell für alle Besucher öffnet. Nach mehr als 25 Jahren Forschungs- und Sammlungsarbeit kann man nun in 33 Räumen der Geschichte der Festung Königstein ergründen.

Durch viele Exponate und neue Erkenntnisse erlebt man den Königstein hoch über der Elbe von der böhmischen Burg im Mittelalter über den Festungsbau bis zur Gründung des Museums in den neuen Räumen im Torhaus. So begenet man seiner Majestät August dem Starken persönlich, als lebensechte Nachbildung in Form einer Wachspuppe. Begleitet wird er dabei von dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. zu Preußen und einer seiner vielen Mätressen, der Gräfin Orzelska. Ein absolutes Highlight ist ein acht Meter langes Modell eines Kutschenzugs Augusts des Starken mit Gefolge, das vom britischen Miniaturbauer Paul Wells modelliert wurde.

Alle Infos unter http://www.festung-koenigstein.de/de/in-lapide-regis