Sachsen – Vom germanischen Stamm bis zum Freistaat

Mit dem Namen Sachsen verbinden sich Vorstellungen, deren Zusammenhänge schwer überschaubar sind und so manche Frage aufkommen lassen, z.B.: Welche historische Beziehung besteht zwischen den heutigen Bundesländern Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt? Oder haben die Deutschen Kaiser aus sächsischem Haus etwas gemein mit der Gegend aus der August der Starke kam?

Bereits im frühen Mittelalter gab es im Norden Deutschlands, zwischen Elbe und Ems, zwischen Nordsee und Harz ein bedeutendes Land – das Herzogtum Sachsen. Es wurde am Ende des 12. Jahrhunderts in mehrere Einzelterritorien zersplittert. Ein durch diese Aufteilung entstandenes Stück, an dem der Name „Herzogtum Sachsen“ haften blieb, wurde vom deutschen König 1423 an die Markgrafen von Meißen vergeben. Das war der Zeitpunkt, als der Name Sachsen auf die Mark Meißen überging.

Die Markgrafschaft Meißen war im Zuge der Ostexpansion des Deutschen Reiches von Heinrich I., 929, entstanden. Noch bis heute gibt es im Freistaat Sachsen eine slawische Minderheit, die Sorben. Sie werden vom Freistaat gefördert, damit ihre Kultur und Sprache nicht verloren geht.

Der Freistaat Sachsen befindet sich heute auf einem Gebiet von ca. 18.400 km² (Platz 6) mit etwa 4 Millionen (Platz 10) Einwohnern. Es grenzt im Osten der Bundesrepublik Deutschland an Polen und die Tschechische Republik. Dresden als Landeshauptstadt ist 50 km von der Tschechischen Grenze entfernt und 40 km vom einzigartigen Elbsandsteingebirge „Sächsische Schweiz“, das in derselben Richtung zu finden ist.

Heute steht Sachsen vor Thüringen auf einem Spitzenplatz der ostdeutschen Wirtschaft. Dresden spielt dabei eine wichtige Rolle durch die Ansiedlung von Globalfoundries und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe und wird nicht umsonst Saxon Silicon Valley genannt.

Sachsen bietet viele kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten wie das Völkerschlachtdenkmal, Johann Sebastian Bach in Leipzig, wie Zwinger, Semperoper und Frauenkirche in Dresden, wie die Holzkunst des Erzgebirges oder die Sächsische und Böhmische Schweiz. Dadurch befindet sich Sachsen immer auf den Spitzenplätzen des Ranking der inländischen Kultururlaubsziele. Seit der Wiedervereinigung wird Sachsen ein immer beliebteres touristisches Ziel aus In- und Ausland und die Zahl der Übernachtungen steigt stetig.